
Über mich
Bevor ich mich der Psychologie widmete, war ich in der neurowissenschaftlichen Forschung tätig und habe mich intensiv mit der Funktionsweise des menschlichen Gehirns beschäftigt. Mein Schwerpunkt lag dabei auf den bildgebenden Verfahren wie dem fMRT zur Untersuchung der Gehirnaktivitäten unter verschiedenen Bedingungen. Zudem wollte ich durch das Modellieren neuronaler Netzwerke verstehen, wie Nervenzellen im Gehirn miteinander verbunden sind und zusammenarbeiten. Und nicht zuletzt ging es dann um die Analyse grosser Mengen neurobiologischer Daten.
Während meiner Forschungstätigkeiten bin ich viel mit Menschen, die unter verschiedenen psychischen Störungen (wie z.B. Schizophrenie und Bipolare Störungen) litten, in Kontakt gekommen. Da ich mich bis dahin nur mit den Gehirnprozessen im "gesunden" Zustand beschäftigte, wollte ich auch die psychischen Störungen verstehen, weswegen ich auch das Psychologiestudium aufnahm und mich später zur eidgenössisch anerkannten Psychotherapeutin mit psychodynamischem Schwerpunkt ausbilden liess.
In meiner heutigen therapeutischen Arbeit verbinde ich diese wissenschaftlichen Erkenntnisse mit einem tiefenpsychologischen Verständnis. Die Forschung zeigt, dass das Gehirn ein Leben lang formbar ist – ein Phänomen, das als Neuroplastizität bezeichnet wird – und insbesondere durch frühe Bindungserfahrungen nachhaltig geprägt wird. Und hier setzt die Tiefenpsychologie an. Sie geht davon aus, dass viele unserer aktuellen Herausforderungen in unbewussten inneren Dynamiken, frühen Erfahrungen und wiederkehrenden Beziehungsmustern verwurzelt sind. Versuche, dieses unbewusste Material ins Bewusstsein zu bringen, können zu Widerständen in Form von Abwehrmechanismen führen. In meiner Arbeit helfe ich dabei, Unbewusstes zu erkennen und ins Bewusstsein zu holen, um es anschliessend zu bearbeiten.
Seit ich Mutter bin, betrachte ich die gesamte Psychoanalyse nochmal aus einer erweiterten, persönlichen, miterlebenden Perspektive. Themen wie Bindung, Entwicklung und frühe Beziehungserfahrungen haben mein Verständnis für die Bedeutung von Resonanz, Sicherheit und Beziehung nochmal stark erweitert.
Hin und wieder lasse ich auch Wissen aus meiner Yogaausbildung in meine Arbeit einfliessen. Hier haben die philosophischen und kulturellen Hintergründe des Yoga in meinem Verständnis von (Un-)Bewusstsein und inneren Prozessen nachhaltig geprägt. Mich fasziniert es auch immer wieder, wie eng Körper und Psyche miteinander verbunden sind, sodass innere Konflikte und emotionale Belastungen auch im Körper ihren Ausdruck finden. Und umgekehrt können wir über den Körper unsere Psyche beeinflussen.
Auch wenn mich die eher abstrakte, analytische Denkweise, wie ich sie aus dem Programmieren kenne, bis heute sehr anspricht, erlebe ich die therapeutische Arbeit als eine besonders bereichernde Verbindung von analytischem Verstehen und emotionaler, praktischer Arbeit mit Menschen. Ich empfinde es als besonders wertvoll, Menschen mit ihren individuellen Biografien zu begleiten und gemeinsam ein tieferes Verständnis für ihre inneren Prozesse zu entwickeln.
Abschlüsse und Zulassungen
2026 - Erwerb der Berufsausübungsbewilligung für den Kanton Bern und Zürich und Zulassung zur Abrechnung mit der obligatorischen Krankenpflegeversicherung (OKP)
2024 - Erwerb eines Kassensitzes (Zulassung zur Abrechnung mit der Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen)/ Eintrag im Ärzteregister Niedersachsen
2018 - 2023 - Approbation zur psychologischen Psychotherapeutin & Promotionsvorhaben
2019 - zertifizierte Yogalehrerin (Yoga Alliance®, RYT 200)
2016 - 2018 - M.Sc. Klinische Psychologie
2013 - 2015 - B.Sc. Psychologie
2011 - 2015 - B.Sc. Cognitive Science
Berufserfahrung
2026 bis heute - Inhaberin der Praxis "Psychotherapie am Marzili - Lara Richter" in Bern, Schweiz
2023 bis heute - Inhaberin der "Praxis für Psychologische Psychotherapie - Lara Richter" mit kassenärztlichem Versorgungsauftrag, in der drei Psychotherapeut:innen tätig sind (Hannover, Deutschland)
2023 - Freiwilligenarbeit in Kenia, Afrika
2021 - 2023 Psychotherapeutin in Postgradualer Weiterbildung in der ambulanten Psychotherapie für Erwachsene an der Medizinischen Hochschule Hannover und am Hannoverschen Institut für Psychotherapie im Winnicott Institut (HIPWI), Abschluss: Approbation
2020 - 2021 Elternzeit
2018 - 2020 Doktorandin und Leiterin der Forschungseinheit (EEG-Labor) in der Burghofklinik in Kooperation mit der Universität Hildesheim, der Medizinischen Hochschule Hannover (Prof. Dr. Gregor R. Szycik) und dem AMEOS Klinikum in Hildesheim (mit Prof. Dr. med. Detlef E. Dietrich), Promotionsvorhaben aufgrund veränderter persönlicher Prioritäten vorzeitig beendet
2018 - 2020 Psychotherapeutin in Postgradualer Weiterbildung auf einer Allgemeinpsychiatrischen Akutstation für Erwachsene in der Burghofklinik (Rinteln, Deutschland)
2016 - 2018 Psychologin auf einer Allgemeinpsychiatrische Akutstation für Kinder- und Jugendliche im Vivantes Klinikum im Friedrichshain (Berlin, Deutschland)
2016 - Research Assistent an der Charité (Berlin, Deutschland)
Project: fmri analysis in transdiagnostic neurocognitive biomarkers
Supervisors: Prof. Dr. Dr. Hendrik Walter / Caroline Wackerhagen
2015 - Summer Research Assistant an der University of Oxford (UK)
Supervisor: Matthew Rushworth, Christopher Summerfield
2014 - Undergraduate Research Assistant an der University of California, San Diego
Project: Neurophysiological biomarkers informing the clinical neuroscience of schizophrenia
mismatch negativity and prepulse inhibition of startle.
Supervisor: Gregory Light
2010 - 2011 Aupair-Tätigkeit in London (UK) und Auckland (Neuseeland)